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Film AGRAPROFIT

 

Der fünfminütige Film, eine satirische Kurzdokumentation, wurde auf einem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt gedreht.

 

Die Idee

Verbraucher in Deutschland zählen zu den größten Schnäppchenjägern Europas. Noch immer ist der günstige Preis eine der wichtigsten Kaufentscheidungen insbesondere bei Lebensmitteln. Gleichzeitig erhoffen sich Viele, Qualität und ökologische Produktion auch zum Sparpreis zu bekommen. Sie lassen sich nur allzu leicht davon überzeugen, dass beides gleichzeitig möglich sei und werden zum Opfer fadenscheiniger Unternehmenskommunikation, die mit nichtssagenden oder schöngefärbten Produktbeschreibungen wie "regional", "kontrollierter Anbau", "traditionelle Rezeptur", "Gourmet", oder mit grünen Verpackungen und nachhaltiger Produktaufmachung darüber hinwegtäuschen, dass für Billigpreise auch nur billige Massenproduktion möglich ist, oft unter Ausbeutung von Menschen und Raubbau an der Natur. Gleichzeitig gibt es einen allgemeinen Wunsch hin zu mehr Transparenz hinsichtlich der Herstellungsprozesse. Man will wissen, woher das Essen kommt, das man Zuhause auf den Tisch stellt. Daraus ergibt sich eine paradoxe Situation: Wer volle Transparenz will, muss bei Kauf von Billigwaren mit den Bildern von Legebatterien, Kinderarbeitern und Pestizideinsatz leben. Wer gesunde, faire und nachhaltig produzierte Waren möchte, wird feststellen, dass dies zum Discountpreis nicht zu haben ist.

 

Der Inhalt

Das fiktive Unternehmen "Agraprofit", neu auf dem Markt, präsentiert ein innovatives Verkaufskonzept: Billige Produkte und gleichzeitig volle Transparenz der Produktionskette. Es konfrontiert die Kundschaft mit den Produktions- und Handelsbedingungen der angebotenen Billiglebensmittel. Schilder zeigen, was hinter den Produkten steckt: Zum Beispiel "Kinderarbeit? - Dann sind sie wenigstens weg von der Straße!". Wie aufgewühlt, beunruhigt oder auch unbeeindruckt reagieren die Menschen, wenn sie hören, welche Zustände andernorts mit ihrem Einkauf verbunden sind? Der Film dokumentiert die verschiedenen Reaktionen und stellt die Frage, wie man selbst reagiert hätte. Was die Käufer nicht wissen: Alle Erzeugnisse an diesem Marktstand kamen aus Öko-Landbau und Fairem Handel! Denn die Aktion fand im Rahmen der Kampagne "Öko + Fair ernährt mehr!" von Naturland und dem Weltladen-Dachverband statt.

Hier geht es zum Film

 

Quelle: "Öko + Fair ernärht mehr".

Letzte Änderung:  28.02.2013 18:01